Alleine bei der Basisausrüstung von Gehäuse, Objektiv, Stativ und Filter steht eine scheinbar unbegrenzte Bandbreitezur Auswahl. Die reine Vorliebe zu einer bestimmten Marke sollte jedoch keine Kaufentscheidung sein.
Die Wahl der richtigen Ausrüstung ist wohl die schwierigste Aufgabe, die es zu bewältigen gilt, bevor mit dem Fotografieren begonnen werden kann. Aus Platzgründen werden in diesem Kapitel nur digitale Spiegelreflexkameras bearbeitet, da es sonst zu ausschweifendwerden würde.
Kapitel: Gehäuse, Sensor, Reihenaufnahmen, Akku, Speicherkarte, Objektive, Normalobjektiv, Zoomobjektiv, Teleobjektiv, Weitwinkelobjektiv, Makroobjektiv, Stativ, Filter, Polfilter, UV-Filter
Text: Halil Sevinc
Foto: Ruben Demus
Fotografieren ist mehr als nur im richtigen Moment auf einen Auslöser zu drücken. Gute Reportagen brauchen Zeit und Geduld. Weder Schnappschüsse noch inszenierte Aufnahmen zeugen von Qualität.
Der Magnum Fotograf George Rodger schrieb 1970 seinem Sohn, der sich entschieden hatte, Fotograf zu werden, dass er ihm zum Geburtstag ein Anfängerbuch gekauft hatte.
Kameras haben eine Vielzahl von Automatiken, die dem Anfänger sehr viele Einstellungen abnehmenkönnen. Aber eines wird sie nie übernehmen können: Die Motivwahl.
Wichtigstes Werkzeug für die Motivwahl ist sicherlich das Auge. Die Kamera nimmt hier nur die Stelle eines Hilfsmittels ein. Die Schulung des Auges kann zum einen durch den aufmerksamen Blick durch die Kamera und zum anderen durch die bewusste Betrachtung von Fotografien anderer erfolgen.
Nach dem Auswählen des Motivs, was je nach Art des Bildes und dem Können des Fotografen von wenigen Sekunden bis zu einigen Stunden dauern kann, taucht die Frage auf, wie ein Motiv in ein „gutes“ Bild verwandelt werden kann.
Kapitel: Bildausschnitt, Schwarz-Weiß oder Farbe, Perspektive, Froschperspektive, Vogelperspektive, Frontale Perspektive
Text: Sebastian Albert & Viktoria Windhab
Foto: Sebastian Albert
Wie mache ich ein spannendes Foto? Was kann ich bei der Platzierung des Motivs beachten? Und was bedeutet eigentlich Linienführung? Stimmige und spannende Fotografien können durch Kenntnis von Komposition und Wirkung vom Zufallsprodukt zur bewussten Entscheidung werden.
Wer fotografiert, versucht die dreidimensionaleWelt, die wir als sehr lebendig, vielfältig und vor allem in einer ständigen Veränderung erleben, in einem starren und kleinen Ausschnitt festzuhalten. Dabei geht es darum, so auf das dargestellte Motiv einzugehen, dass trotz der Zweidimensionalität eine möglichst große Spannung und Aussagekraft vermittelt werden kann. Bereits einige einfache Gestaltungselemente helfen dabei ein Bild interessant und ausdrucksvoll wirken zu lassen. [...]
Kapitel: Bildausschnitt, Format, Vorder- und Hintergrund, Schärfe, Aufnahmeperspektive, Punkte, Doppelpunkt, Optische Dreieck, Linienführung, Waagerechte und Senkrechte, Bilddiagonale, Drittelregel, Flächen, Kreise und runde Formen, Rechtecke und Quadrate, Dreiecke
Text: Simone Peschek
Foto: Ruben Demus
Obwohl die Kameraautomatik bei vielen Modellen oft hervorragende Ergebnisse liefert, decken sich diese nicht immer mit den eigenen Vorstellungen.
Sobald es um mehr als das Festhalten einesMoments geht, ist ein Basiswissen um Blende, Belichtungszeit, Empfindlichkeit, Kontrast, Schärfe, Sättigung und Farbkorrektur notwendig.
Kapitel: Blende, Zeit, ISO, Autofokus, Kontrast, Schärfe, Sättigung, Farbtemperatur, Blitzfotografie
Text: Felix Mayr & Ruben Demus
Foto: Ruben Demus
Perfektion ist nicht existent – es gibt nur das Streben nach ihr. Dieser Leitspruch gilt für fast alles im Leben. Genauso wie in der guten alten Blitzfotografie.
Was viele beim Fotografieren mit dem Blitz vergessenbeziehungsweise unterschätzen, ist die peinlicheGenauigkeit mit der die Kamera und der Blitz aufeinanderabgestimmt werden müssen. Niemand will zu dunkle oder zu helle Bilder haben. Unterbelichtet ist da noch besser – da dank digitaler Bildbearbeitung noch sehr viel gerettet werden kann. Bei überbelichtetenBildern ergibt sich das Problem, dass nichts mehr veränderbar ist, da in stark überbelichtetenFlächen keine Informationen gespeichert sind, wohingegen bei unterbelichteten Bildern immer noch etwas Erkennbares ist! [...]
Kapitel: Wie alles begann, Aufsteckblitze, Studioblitzanlagen, Studio für Einsteiger
Text: Johannes David Posch
Foto: Ruben Demus
Mit der digitalen Fotografie hat auch die Dunkelkammer ihr elektronisches Pendant bekommen. Mit einer modernen Bildbearbeitungssoftware lassen sich Entwicklungseinstellungen mit wenigen Mausklicks anpassen.
Nach einem erfolgreichen Tag mit der Kamera, können oft hunderte Fotos auf den Computer übertragen werden. Danach ist es möglich das Motiv freizustellen, aufzuhellen oder die Farben anzupassen. Anschließend ist es sinnvoll Informationen wie Bildtitel, Aufnahmeort und Fotograf zu speichern. All das passiert in der Nachbearbeitung und trägt entscheidend zur Qualität von Bildern bei. [...]
Kapitel: Nachbearbeitung ist wichtig, RAW oder JPEG?, Freistellen, Histogramm, Farben der digitalen Fotografie, Farbtemperatur, Weißabgleich, Belichtung, Schärfen und Weichzeichnen, Metadaten, Langzeitarchivierung, Backup des Fotoarchivs
Text: Philipp Naderer
Foto: Lennart Schneider
Ob ein Foto gemacht und vor allem veröffentlicht werden darf wird leider oft viel zu wenig beachtet. Einige grundlegende Richtlinien, wie das Wissen der vorangegangenen Kapitel rechtlich problemlos eingesetzt werden kann, sollten auf jeden Fall beachtet werden.
Fotografieren lässt sich vieles aber das heißt noch lange nicht, dass das Bildmaterial auch veröffentlichtwerden darf. Selbst wenn alle Personen, die auf einem Foto zu sehen sind, mit einer Verbreitung einverstanden sind, muss beachtet werden wo es entstanden ist und ob das Veröffentlichen von dort entstandenen Lichtbildern erlaubt ist. Natürlich will ein Fotograf oder eine Fotografin auch von etwas leben und daher darf nicht jedes Bild für alles verwendet werden.
Kapitel: Personen, Straßenbild versus Urheberrecht, Lichtbilder und Lichtbildwerke, Bearbeitung und Veränderung, Veröffentlichungsrecht, Urheberbezeichnung, Rechtsgeschäfte, International
Text und Foto: Ruben Demus
Auszüge aus der 1. Auflage des
Jugendpressehandbuch Photo 1. Auflage © Januar 2009
ISBN: 978-3-9502659-1-0
Herausgeber:
Jugendpresse Österreich - Verband junger Medienmacherinnen und Medienmacher
Kirchengasse 27/2
1070 Wien, Österreich
ZVR-Zahl: 19 29532
http://www.jugendpresse.org
Verantwortlich für den Inhalt:
Jugendpresse Österreich - Beziehungsweise die jeweiligen Autorinnen und Autoren
Redaktion:
Ruben Demus, Philipp Naderer, Luiza Puiu, Simone Peschek, Johannes David Posch, Halil Sevinc, Felix Mayr, Sebastian Albert, Viktoria Windhab
Lektorat:
Susanne Hanger, Laura Sprenger, Lilly Mayer, Marc Carnal, Christian Tschugg
Layout & Gestaltung print: Christian Tschugg, Wien
Layout Lesezeichen: Ruben Demus, demus.at, Wien
Layout onlie: Christian Tschugg, Wien und Ruben Demus, pixelhaufen.at, Wien
Redaktionsschluss: 30. November 2008
Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung des Herausgebers beziehungsweise der Autorinnen und Autoren gestattet. Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontodaten:
Inhaberin: Jugendpresse Österreich
Kontonummer: 286-423-155/00
BLZ: 20111, Erste Bank
IBAN: AT142011128642315500
BIC: GIBAATWW
Foto: Ruben Demus
Für alle die mehr wissen wollen als nur die auf dieser Website veröffentlichten Auszüge gibt es ab sofort die 64 Seiten umfassende Printversion des Handbuches inklusive innovativem Lesezeichen mit Inhaltsverzeichnis.
Zum bestellen: Jugendpresse Shop