Eine Zeitung schreibt sich nicht von selbst, noch weniger ist Zeitung gleich Zeitung und ganz bestimmt gibt es motivierte und talentierte Redakteure und Redakteurinnen nicht wie Sand am Meer. Eine gute Redaktion will sorgfältig organisiert sein.
Der Beschluss eine Zeitung herauszugeben ist schnell gefasst, noch schneller allerdings vergisst man so manches wichtige Detail, das den Weg zum Erfolg verhindern kann. Da fallen dann Begriffe wie Zielgruppenanalyse und Seitenspiegel, Redaktionszyklus und Deadlines. „Eh klar!“ mag nun so mancher junge Mensch rufen, leider sind viele Kleinigkeiten nicht so selbstverständlich, wenn man selbst darauf kommen muss.
Kapitel: Gründung, Erste Redaktionssitzung, Redaktionssitzung, Kommunikation
Text: Susanne Hanger & Ruben Demus
Foto: Max Strohmeier
Das Fundament des Journalismus, die Grundlage für das Vertrauen in ein Medium, die Basis jedes guten Artikels, der Grund, warum ein Text lesenswert ist. Kurz: Das Um und Auf der Arbeit für ein Medium ist die gründliche und zuverlässige Recherche.
Das Kürzen und Umformulieren von Presseaussendungen, wie es leider in vielen Bereichen zur Gewohnheit geworden ist, oder das Kopieren von Agenturmeldungen, das in vielen Redaktionen zum Alltagsgeschäft gehört, hat mit Journalismus, dessen Herz die Recherche ist, nur wenig zu tun. Hier geht es ums Nachforschen, Ermitteln, Untersuchen und Überprüfen. Das bedeutet: Für einen guten und glaubwürdigen Artikel müssen die Hintergründe und ein möglichst vollständiges Bild eines Themas bekannt sein. Das gilt auch dann, wenn nicht alle Informationen, die zusammengetragen wurden, im Beitrag vorkommen.
Kapitel: Vorbereitung, Recherchephasen, Quellen
Text und Foto: Ruben Demus
Kernthema jedes Zeitungs-Workshops und der schulischen Medientheorie sind die journalistischen Stilmittel. Neben der Länge eines Artikels und dem darin behandelten Themenkreis ist es vor allem ein schier allmächtiges Schlagwort, das publizistische Genres wie Bericht, Reportage oder Glosse unterscheidet bzw. abstuft: Objektivität.
Kapitel: Objektivität, Stilmittel
Text: Simone Peschek, Ruben Demus & Marc Carnal
Foto: Ruben Demus
Gutes Zeitungslayout kann man nicht erklären. Es hilft nur viel Zeitung lesen und bewusst beobachten was funktioniert und dann analysieren wie und warum.
Das Layout soll den potentiellen Leser ansprechen und ihn dazu bringen sofort zum Produkt zu greifen. Es sollte eindeutig, wieder erkennbar und leicht einprägsam sein und den Geschmack der Zielgruppe perfekt treffen. Jede Artikelform (siehe Kapitel Stilmittel) und natürlich auch jedes Bild sollten individuell anpassbar sein. Auf keinen Fall sollte der Lesefluss gestört werden. Am Besten es fällt gar nicht auf. Das klingt nach einer unerfüllbaren Mission. Vielleicht ist es das auch - einige Richtlinien, die helfen können, gibt es aber.
Kapitel: Leserblick, Setzkasten, Kuchenbrett
Text und Foto: Ruben Demus
Ohne finanzielle Mittel kommt man nicht weit, so auch nicht bei der Produktion einer Zeitung. Das liebe Geld stellt oft die größte Herausforderung bei jugendeigenen Medien dar. Damit man nicht schon bei der ersten Ausgabe pleite geht, sind auf den kommenden Seiten nützliche Tipps, Richtlinien und Regeln rund um das Thema Finanzen zu finden. Eine Patentlösung gibt es nicht, aber mit dem Inhalt des folgenden Kapitels ist man zumindest schon mal auf dem richtigen Weg.

Kapitel: Finanzstruktur, Buchhaltung, Geldquellen
Text: Matthias Rohrer
Foto: Vladimir Khodakovsky
Der Druck der Zeitung ist der größte Kostenfaktor. Viele Dinge sind vorher zu überlegen: Welches Format soll die Zeitung bekommen? Soll sie nur schnell und günstig über den Kopierer gejagt werden oder soll die Zeitung professionell gedruckt werden? Für eine Entscheidungsfindung werden in diesem Kapitel die verschiedenen Möglichkeiten dargestellt.

Kapitel: Grundsätzliches, Herstellungsorte
Text: Ory Laserstein
Foto: Matteo De Simone
Die Zeitung ist fertig, wie aber bringt man nun das Produkt unter die Leute? Printmedien verteilen sich nicht von selbst und während man online schnell mal eben gratis Rundmails ausschickt, ist das Vertreiben von handfesten Materialien oft zeitaufwendig und immer wieder mit Kosten verbunden.
Kapitel: Auflegen und Verteilen, Verkauf & Werbung, Postversand, Abos
Text: Susanne Hanger & Ruben Demus
Foto: Simone Peschek
Auch wenn das Buch nur das Erstellen von Printzeitungen behandelt, wird ein kleiner Einblick in die Online-Welt gegeben. Denn eine kleine Online-Präsenz kann die Leserinnen und Leser auch zwischen den Erscheinungsräumen an die Schülerzeitung binden und bietet womöglich zusätzlichen Service.
Kapitel: Erste Schritte
Text: Ory Laserstein
Foto: Jona Hölderle / www.jugendpresse.org
Wenn in österreichischen Zeitungen eine Unwahrheit veröffentlicht wird, heißt das nicht automatisch, dass das sogleich bestraft wird. Was dürfen Journalisten, welche Grauzonen gibt es und was darf auch trotz Meinungs- und Medienfreiheit bestimmt nicht passieren?
Jedes in Österreich erscheinende Medium ist dem Mediengesetz (MedG) von 1981 unterworfen, wobei unter anderem für Schülerzeitungen nicht alle Paragrafen gelten. Das Gesetz ist einerseits recht umfassend, auf der anderen Seite sind viele Punkte, die für verantwortungsvolles journalistisches Arbeiten Voraussetzung sein sollten, nicht darin geregelt.
Kapitel: Medienrecht, Impressum, Sorfaltspflicht, Schülerzeitung, Urheberrecht, Medien & Ethik, Presseausweis
Text: Susanne Hanger
Foto: Dana Radloff

Einführung in den praktischen Journalismus
von: Walther von LaRoche
Verlag: Econ (April 2006)
ISBN-13: 978-3430176811
Trainingshandbuch Recherche.
Informationsbeschaffung professionell.
von: Netzwerk Recherche (Herausgeber)
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften;
1. Auflage (Mai 2003)
ISBN-13: 978-3531140582
ABC des Journalismus.
Ein Handbuch
von: Claudia Mast
Verlag: Uvk;
10. völlig neue Auflage (Februar 2004)
ISBN-13: 978-3896694195
Journalismus: Beruf ohne Moral?
Von der Berufung zur Profession
von: Matthias Karmasin (Hg.)
Verlag: WUV (Wien 2005)
ISBN-13: 978-3851148862
Mediengesetz - MedienGNov 2005
von: Peter Zöchbauer
Verlag: Medien und Recht 2005
ISBN: 3-900741-46-8
Fuß fassen: Wege in den Journalismus
von: Björn Richter (Hg.)
Verlag: Uvk;
3. überarbeitete Aufl age (September 2007)
ISBN-13: 978-3867640091
E-Book
Band 5: „Weblogs, Podcast & Co. – Ein Praxisratgeber für den Umgang mit neuen Kommunikationswegen im Netz“; aus der Reihe: Ratgeber Neue Medien. Schriftenreihe der LfM und der Deutschen Medienakademie Köln
Niedrige Auflösung (800 KB): http://www.lfm-nrw.de/downloads/neuemedien-weblogs-72dpi.pdf
Hohe Auflösung (13 MB): http://www.lfm-nrw.de/downloads/neuemedien-weblogs-300dpi.pdf
Foto: Louisa Manz
Auszüge aus der 1. Auflage des
Jugendpressehandbuch Print © Dezember 2007
Herausgeber:
Jugendpresse Österreich - Verband junger Medienmacherinnen und Medienmacher
Kirchengasse 27/2
1070 Wien, Österreich
ZVR-Zahl: 19 29532
http://www.jugendpresse.org
Verantwortlich für den Inhalt:
Jugendpresse Österreich - Beziehungsweise die
jeweiligen Autorinnen und Autoren
Redaktion:
Marc Carnal, Matthias Rohrer, Ory Laserstein, Ruben Demus, Simone Peschek, Susanne Hanger
Lektorat:
Benjamin Freundorfer, Bernhard Braun, Marlies Ploner, Matthias Kopp, Stephanie Lehner
Layout & Gestaltung print: Christian Tschugg, Wien
Layout Lesezeichen: Ruben Demus, demus.at, Wien
Layout onlie: Christian Tschugg, Wien und Ruben Demus, pixelhaufen.at, Wien
Redaktionsschluss: 30. November 2007
Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung des Herausgebers beziehungsweise der Autorinnen und Autoren gestattet. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Foto: Gregor Groemmer
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